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Sehenswürdigkeiten in Heilbronn

Heilbronn ist reich an historischen Bauten. Sehenswert sind beispielsweise das Rathaus mit der astronomischen Kunstuhr, die Kilianskirche mit Hochaltar und dem Kiliansturm, der Deutschhof mit Deutschordensmünster, der Götzenturm, und der Hafenmarktturm, aber auch vieles mehr.

Rathaus mit astronomischer Uhr Rathaus mit astronomischer Kunstuhr

Das Rathaus am Marktplatz der Stadt Heilbronn geht im Kern auf die Zeit um 1300 zurück und wurde im späten 16. Jahrhundert bedeutend erweitert. Nach der weitgehenden Zerstörung des gesamten Gebäudekomplexes im Zweiten Weltkrieg wurde lediglich der historische Hauptbau mit markanter Galerie und Kunstuhr wiederaufgebaut. Durch Erweiterungsbauten der 1950er und 1960er Jahre entstand erneut ein vierflügeliger Gebäudekomplex, der auch die zur Ehrenhalle umgestaltete Ruine des ehemaligen Stadtarchivs aus dem 18. Jahrhundert umschließt.
(Foto: Rainer Maurer)

Astronomische Rathausuhr Die astronomische Kunstuhr am Rathaus
Die große astronomische Kunstuhr mit drei Uhrwerken und Glockenspiel ist mittig in der Südfassade über dem Eingang als Zwerchgiebel ausgebildet. Dieses von den Zeitgenossen vielbewunderte Uhrwerk wurde 1580 durch Isaac Habrecht gefertigt, wobei Teile einer älteren Kunstuhr von Hans Paulus aus dem Jahr 1525 Verwendung fanden. 1896 wurde das historische Uhrwerk durch eine Neuanfertigung der Firma Hörz aus Ulm ersetzt. Da dieses Uhrwerk 1944 bei der Zerstörung Heilbronns ebenfalls den Bomben zum Opfer fiel, wurde 1953 abermals von Hörz nochmals ein Uhrwerk gefertigt, das bis heute seinen Dienst verrichtet. Der Flaschner- und Installateurmeister Wilhelm Klagholz hat für den Wiederaufbau des Rathauses die beiden Widder, den Hahn und den Stadtadler als Kunstschmiedearbeit aus Kupfer angefertigt. Im September 1953 wurde die Restaurierung der Kunstuhr unter der künstlerischen Leitung von Ingeborg Wolf beendet. Das Uhrwerk haben Hermann Bantel, Paula und Eugen Hoyler in Gemeinschaftsarbeit restauriert. Die Malerei wurde von Albert Hammel, Alfred Lang, Hanns Reeger restauriert.
Die Kunstuhr ist dreiteilig: oben befindet sich die Mondphasenuhr, in der Mitte die Zeituhr und unten die astronomische Uhr.

Mit dem Uhrwerk verbunden sind bewegliche Figuren. Zwei Engel drehen sich jeweils kurz vor dem Stundenschlag. Der rechte Engel bläst Posaune, der linke zählt mit einem Zepter die Glockenschläge und dreht eine Sanduhr. Unter der Stundenanzeige befinden sich zwei Widder, die stündlich mit den Köpfen zusammenstoßen. Unter den Widdern ist eine Hahnenfigur montiert, die jeweils zur vierten, achten und zwölften Stunde kräht und die Flügel bewegt. Über der Mondphasenuhr sind zwei Putten angebracht, von denen eine viertelstündlich die Glocke anschlägt.
(Foto: Rainer Maurer)

Kilianskirche Kilianskirche

Die Kilianskirche in Heilbronn ist eine gotische Hallenkirche, deren Ursprung mindestens bis ins 11. Jahrhundert zurückreicht. Ihr Westturm von Hans Schweiner gilt als das erste bedeutende Renaissancebauwerk nördlich der Alpen.
In der Kirche befindet sich der Altar von Hans Seyfer aus dem Jahre 1498, der als Meisterleistung der Schnitzkunst der deutschen Spätgotik gilt.
(Foto: Rainer Maurer)

Deutschhof und Deutschordensmünster Deutschhof und Deutschordensmünster

Der Deutschhof ist ein innerstädtisches Quartier in Heilbronn, das auf die 1225 gegründete Heilbronner Kommende des Deutschen Ordens zurückgeht. Der Ordensbesitz mit Deutschhof und zugehörigem Deutschordensmünster St. Peter und Paul bildete ein eigenes Herrschaftsgebiet innerhalb der Stadtmauern. Die Gebäudegruppe des Kleinen Deutschhofs entstand im Wesentlichen im 16. Jahrhundert und wurde im 18. Jahrhundert um den Großen Deutschhof erweitert. 1806 kam die Anlage in Folge der Säkularisation an Württemberg und war anschließend zunächst Kaserne, später Amts- und Gerichtssitz. Im Zweiten Weltkrieg wurde der Deutschhof weitgehend zerstört und danach in mehreren Bauabschnitten von 1958 bis 1977 ungefähr seiner historischen Gestalt folgend wieder aufgebaut. Die Anlage befindet sich heute im Besitz der Stadt Heilbronn. In den Gebäuden sind die Städtischen Museen, das Stadtarchiv und die Volkshochschule untergebracht.
(Foto: Rainer Maurer)

Götzenturm Götzenturm

Der 30 Meter hohe Turm entstand 1392 vermutlich aus Steinen der 1361 geschleiften Klingenberger Raubritterburg und war der südwestliche Pfeiler der spätmittelalterlichen Stadtmauer. Der Name entstand nach der Darstellung von Götzens Tod vor einem solchen Turm in Goethes Drama Götz von Berlichingen. Der echte Götz war jedoch nicht hier, sondern im damals noch Hexenturm genannten Bollwerksturm inhaftiert.

Die heutige Gestalt des Turmes bzw. dessen Zinnen entstanden durch Renovierungsmaßnahmen Ende des 19. Jahrhunderts. Seit der Veranstaltung „Skulpturenallee" 1985 befindet sich die Skulptur „Über dem Abgrund“ von Hubertus von der Goltz auf den Zinnen des Turms.
(Foto: Rainer Maurer)

Hafenmarktturm Hafenmarktturm

Der Hafenmarktturm in der Sülmer Straße (Fußgängerzone) geht auf den Kirchturm einer vermutlich 1290 errichteten Marienkirche des seit 1272 in Heilbronn nachgewiesenen Franziskanerklosters am Hafenmarkt zurück. Das Kloster wurde 1544 aufgehoben, worauf das Klostergebäude zur Schule (Lateinschule, dann Karlsgymnasium, heute Theodor-Heuss-Gymnasium) und die Klosterkirche zur evangelischen Kirche wurde. Die Kirche wurde 1688 durch die Franzosen im Pfälzischen Erbfolgekrieg zerstört. Bis 1727 wurde durch Baurat Johann Philipp Meyer lediglich der Turm wieder errichtet. Für den Wiederaufbau der gesamten Kirche konnten keine Geldmittel beschafft werden. Um 1800 wurde der Hafenmarktturm als Schrotkugelfabrik genutzt. Der Sockelbereich wurde 1926-36 zum Ehrenmal für die Toten des Ersten Weltkriegs umgestaltet. Im Zuge des Wiederaufbaus nach dem Zweiten Weltkrieg wurde auf der Turmspitze ein Vogel Phönix (Entwurf von Heinrich Röhm 1951) installiert, der 1963 als Durchgang umgestaltete Sockelbereich enthält ein 1926-36 errichtetes Ehrenmal für die Toten des Ersten Weltkriegs. Um den Turm herum befinden sich weitere Denkmäler und Skulpturen.
(Foto: Rainer Maurer)
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